
Hallo und willkommen,
dieses Mal melde ich mich nicht aus L.A., New York oder Leipzig, sondern aus Hawaii. Ich mache zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich Urlaub. Was es hier alles zu sehen gibt, erzähle ich dir nächste Woche.
Bevor es Richtung Paradies ging, war ich sehr spontan bei einem Event, das mich echt geflasht hat: Chris Williamson live. Ich kannte ihn vorher nur aus einer Podcast-Folge von Modern Wisdom (https://chriswillx.com/podcast/), in der er Alex Hormozi interviewt hat. Darin ging es um ein mega geiles Thema: 24 Controversial Truths.

Eine dieser Wahrheiten lautet: Die Menschen unterstützen dich immer dann, wenn du es am wenigsten brauchst. Nämlich am Anfang und am Ende. Wenn du ein neues Projekt startest, wie zum Beispiel eine Fashion-Brand, ist der Support riesig: neue Idee, frische Energie, jeder ist hyped. Und am Ende, wenn das Projekt gelauncht ist oder abgeschlossen, klopfen sie dir auf die Schulter. Das ist zwar nett, bringt aber nichts. Denn der harte, anstrengende Teil ist dazwischen. Zweifel, Rückschläge, tausend kleine Entscheidungen, die keiner sieht. Genau da entscheidet sich, ob du dranbleibst. Und genau in diesen Phasen brauchst du den Support. Aber genau dann bekommst du ihn oft nicht und musst selbst durchziehen.

Obwohl ich den Podcast geil fand, hatte ich eigentlich nicht so Bock auf das Event. Ich hatte gerade eine anstrengende Flugstunde hinter mir und wollte den Abend eigentlich ruhiger angehen. Aber mein Kumpel Kelby Kupersmid hatte Tickets und konnte selbst nicht hingehen. Also bin ich gegangen. Und ich habe es nicht bereut.
Der Abend begann mit einem kurzen Set von einem Country-Musiker zum Einheizen, ehe Chris dann selbst auf die Bühne kam und seine Story erzählt hat. Er kommt aus England und hat lange als Club-Promoter in der Gegend um Manchester Veranstaltungen gemacht. 2015 hat er bei dem Reality-TV-Format Love Island mitgemacht und hat so natürlich etwas Bekanntheit erlangt. 2018 hat er dann den Podcast Modern Wisdom gestartet. Am Anfang musste er echt darum kämpfen, ernst genommen zu werden und nicht nur der Typ aus Love Island zu sein. Aber er hatte schnell richtig geile Gäste wie eben einen Alex Hormozi, die dem Podcast enormen Value geben. Die Show war dann ein bisschen wie ein Best-of der Learnings aus seinem Podcast, wo es immer darum geht, wie man selbst besser wird und aufs nächste Level kommt. Und eines dieser Learnings möchte ich mit dir teilen. Chris nennt es das „Lonely Chapter”.

Stell dir vor, du bist ein Raumschiff. Du fliegst mit anderen zusammen los, aber dein Antrieb ist einfach etwas schneller und so entfernst du dich immer mehr von deiner Gruppe. Auf deinem Weg findest du immer wieder andere Raumschiffe, mit denen du ein Stück fliegen kannst, bis du auch da wieder alleine weiterziehen musst. Und jedes Mal, wenn du alleine weiterfliegst, verlässt du deine Komfortzone und bist erstmal auf dich allein gestellt.
Die Königsdisziplin ist es, Menschen zu finden, die den gleichen Speed haben wie du. Den gleichen Vibe, die gleiche Mentalität. Menschen, mit denen du gemeinsam wachsen kannst. So war es auch, als ich damals in die USA gegangen bin. Ich hatte keine Ahnung, wie genau das hier laufen würde, ob’s überhaupt klappt. Und nach mehreren Anläufen und viel Netzwerken bin ich jetzt mit einem Team unterwegs, das meinen Spirit mitgeht. Menschen, die einfach Bock haben, was zu erreichen.
Ich fand die ganze Show von Chris wirklich mega geil. Und das zeigt mal wieder, dass es sich absolut lohnt, auch mal ohne großen Plan alleine zu einem Event zu gehen. Auch wenn man eigentlich überhaupt keinen Bock hat.
Das war’s für diese Woche.
Bis nächsten Freitag! ✌️
Benjamin